Unterstützung des WSV lässt zu wünschen übrig

„Der nordische Skisport ist beim WSV nicht so anerkannt, wie wir uns das wünschen würden. Das vergangene Jahr hat mich nachdenklich gemacht, ob das noch das richtige Verhältnis zueinander ist“, kritisierte der Vorsitzende Dirk Weber den Landes-Dachverband. Weber hatte angefragt, ob man das beschneite Skilanglaufzentrum in Westfeld nicht den ganzen Winter über schneesicher machen und die Strecken für die Leistungssportler freigeben könne. Die Anfrage verlief jedoch ohne echte Reaktion im Sande – und die Sportler mussten lange Zeit improvisieren.

Auch die aufwändige, knapp 13 000 Euro teure Herrichtung der neuen, vom Weltverband FIS homologierten Wettkampfstrecken stemmte der SK Wunderthausen in Eigenregie. Umso ärgerlicher war, dass der Verein wegen Schneemangels seine Austragung des Deutschlandpokals im März nach Kirchzarten abgeben musste.

Ansonsten war es jedoch ein guter Winter mit regem Betrieb im Skilanglaufzentrum an der Pastorenwiese. Nachdem das Thema Beitragserhöhungen im vergangenen Jahr noch für Kontroversen in der Versammlung geführt hatten, nickten die Mitglieder diesmal fast ohne Diskussion eine Erhöhung ab. Einstimmig wurde die bis 2021 schrittweise Erhöhung der Beträge von 27 auf 36 Euro beschlossen. Im Gegenzug fallen für Kinder und Jugendliche künftig keine Beiträge mehr an – ein starkes Signal. Dass erhöhte Beiträge trotz eines mittleren vierstelligen Kassenplus für den kleinen Verein notwendig sind, verdeutlichte Kassierer Peter Feckler. Rechne man die Abschreibungen, also den Abnutzungs-Wertverlust der Skihütte und der Pistenraupen mit ein, verkehre sich das Kassenplus in ein deutliches Minus. „Wir dürfen nicht nur dir rosarote Brille aufsetzen und müssen uns der Realität widmen“, sagte Feckler und konkretisierte: „Wir müssen denken wie ein Wirtschaftsbetrieb und Rücklagen bilden.“

Dafür die Weichen stellen will der Vorstand, der fast unverändert bleibt. Zur Wahl standen diesmal die Stellvertreter. Bestätigt wurden Stefan Küpper (2. Vorsitzender), Silke Weller (2. Kassiererin), Nadine Weber (2. Jugendwartin), Adolf Riedesel (2. Wander- und Wegewart), Jennifer Weller (2. Sportwartin) und Paula Wahl (2. Seniorenbeauftragte). Neu bzw. auf neue Posten gewählt wurden Daniel Steinmeier (2. Gerätewart, bisher Helmut Ardischoll) und Christian Wahl (2. Schriftführer, bisher Daniel Steinmeier). Vakant bleibt nach dem Rückzug von Michael Steinmeier der Posten des 2. Sportwart alpin – diese Sparte spielt aber ohnehin nur eine Nebenrolle im Vereinsleben.

Auch beim Förderverein, der vor der Jahreshauptversammlung tagte, bleibt mit dem Quartett Stefan Küpper (Vorsitzender), Dirk Weber (2. Vorsitzender), Thomas Müller (Schatzmeister) und Gerhard Knoche (Schriftführer) alles beim Alten.

Acht Sportler werden geehrt Ehrungen durften auch nicht fehlen. Für herausragende sportliche Leistungen wurden Annika Marburger, Charlotte Küpper, Lea Hollenstein, Martha Hedrich, Elias Homrighausen, Johannes Hollenstein, Sebastian Marburger und Swen Pöppel mit neuen Skijacken belohnt. Geehrt für langjährige Vereinstreue wurden Richard Weller und Matthias Nikolaus (50 Jahre), Ralf Benfer (40 Jahre) und Florian Mörchen (25 Jahre).



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