Erfolgreicher Saisonabschlus am Notschrei im Schwarzwald

Kirchzarten. Jetzt hat Elias Homrighausen vom SK Wunderthausen einen kompletten Medaillensatz. Gold bei den Deutschen Langlauf-Meisterschaften gewann der Diedenshäuser im Vorjahr im Sprint der U16. Bronze gab es Ende Januar im Einzel der U18. Am Samstag fügte er nun Silber im Massenstart über 30 Kilometer hinzu. Drei Medaillen in drei verschiedenen Disziplinen also – fehlende Vielseitigkeit muss sich 16-Jährige gewiss nicht unterstellen lassen.

Homrighausen geht also mit einem echten Paukenschlag in die Saisonpause, denn in der Notschrei-Loipe nahe des Feldbergs (Schwarzwald) griff der Gymnasiast sogar nach Gold – und das, obwohl er wohlgemerkt noch dem jüngeren Jahrgang angehört. Bei den 1999ern setzte er sich mit seinem klasse Lauf übrigens noch auf Platz 1 der – inoffiziellen – Deutschlandpokal Jahrgangswertung und wird damit definitiv die Zugehörigkeit zum D-/C-Kader behalten. In der gemeinsamen Wertung mit dem Jahrgang 1998 holte Homrighausen durch zuletzt konstant gute Leistungen Platz 9. „Seine zweite Saisonhälfte war richtig stark. Elias ist sehr fit, hat ein gutes Stehvermögen entwickelt und auch das nötige Selbstvertrauen“, freute sich WSV-Trainer Stefan Kirchner: „Am Samstag hat er gezeigt, dass er auch mit Köpfchen laufen kann.“ Große taktische Reife Bei guten Bedingungen im Schwarzwald – viel Schnee und Sonne – behauptete sich der Diedenshäuser stets nahe der Spitze, ohne aber selbst zu häufig die Nase in den Wind zu stecken. Seine Konkurrenz beobachtete Homrighausen sorgfältig und fand sich irgendwann nur noch mit Ole Sauerbrey (SC Steinbach-Hallenberg) an der Spitze wieder. Diesen attackierte er vier Kilometer vor dem Ziel, wurde aber in einer Abfahrt wieder eingeholt – und am letzten Ziehberg knapp distanziert. Acht Sekunden betrug nach 1:24:02 Stunden die Lücke zu Gold. Die Silbermedaille überstrahlte aus Wittgensteiner Sicht die weiteren Resultate – doch auch die waren durchaus gut.

Sebastian Marburger, ebenfalls vom SK Wunderthausen, bestritt bei den Junioren seinen ersten Wettkampf in der Königsdisziplin des Langlauf, dem 50-Kilometer-Lauf in klassischer Technik. 2:37:25 Stunden lang fegte der Athlet aus Diedenshausen durch die Loipe und ließ dabei auch zwei Läufer aus dem Nationalkader hinter sich. Marburger mit neuen Qualitäten Sich auch auf den längeren Distanzen die Kräfte gut einzuteilen und die Spitze zumindest im Blickfeld zu behalten, diese Qualität zeigte Marburger in diesem Winter erstmals. In der Deutschlandpokal-Gesamtwertung machte er im Vergleich zum Vorjahr einen Sprung von Platz 18 auf Platz 12, obwohl er im Vorjahr zum älteren Jahrgang zählte und diesmal zum jüngeren.

In der – ebenfalls inoffiziellen – Gesamtwertung der Sprintrennen war Marburger sogar Zweiter. „Die Zeitrückstände sind insgesamt auch geringer geworden“, registrierte Stefan Kirchner, der sich über Marburgers Signal freute, zur kommenden Saison wieder voll angreifen zu wollen, was keine Selbstverständlichkeit an der Schwelle zur Männerklasse darstellt. Der Attendorner Benjamin Selter wird sich wohl vom ganz ambitionierten Sport verabschieden, will aber weiter die Trainingsgruppe verstärken.

Am Ball bleiben auch Charlotte Küpper (U18) und Annika Marburger (U16), ebenfalls beide vom SK Wunderthausen. Küpper ging am Samstag über 15 Kilometer etwas verhalten an, sicherte sich aber noch Platz 13 und bestätigte ihre ansteigende Form. Mit einem erneuten Platz im D-C-Kader wird es zwar vermutlich nichts, da Küpper in der 99er-Wertung auf Platz 13 liegt und die Top Ten gefordert ist. Anlass zur Hoffnung gibt, dass der Abstand in diesen Bereich denkbar gering ist: Mit 141 Punkten in der Jahrgangswertung fehlten gerade einmal sieben Zähler. Stefan Kirchner: „Charlotte hat ihre Saison solide zu Ende gebracht und ist nicht weit weg von den anderen. Das ist in Ordnung.“

Florian Runte



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