SKW spielt in der Bundesliga mit

Ski-Klub bilanzierte sein erfolgreichstes Jahr der Vereinsgeschichte

vö  Weil die Wunderthäuser bekanntermaßen bescheidene und zurückhaltende Menschen sind, wurde es am Gründonnerstag nicht wörtlich so formuliert. Aber wer bei den Jahresberichten des Vorstandes auch zwischen den Zeilen genau hinhörte, der konnte nur zu einem Fazit kommen: Der Ski-Klub Wunderthausen bilanzierte vorgestern Abend im Rahmen der Jahreshauptversammlung das erfolgreichste Jahr seiner Vereinsgeschichte. Denn in dieser Breite wie zuletzt hat der Verein zuvor noch nicht in der nationalen Spitze des Ski-Langlaufs mitgemischt. Mit Elias Homrighausen und Charlotte Küpper stehen zwei Athleten des SK auf dem Sprung in den C-/D-Kader des Deutschen Skiverbandes (DSV). „Der Deutschland- Pokal ist die Bundesliga der Ski-Langläufer. Wir haben gleich mehrere Sportler, die in dieser Liga mitspielen“, sagte der 2. Vorsitzende Stefan Küpper. Die Konkurrenz der anderen Landesverbände sei nahezu ausschließlich in Ski- Internaten untergebracht und verfüge über professionelle Bedingungen. Vor diesem Hintergrund sei es kaum hoch genug anzurechnen, was Athleten und Trainer des Vereins sowie des Verbandes geleistet hätten. Der Dank ging nicht zuletzt an SKTrainerin Dagmar Knoche, die mit den Sportlern zwischen zwölf und 15 Stunden wöchentlich arbeite: „Das ist eigentlich kein Ehrenamt mehr.“

Sportwartin Dagmar Knoche selbst bilanzierte eine „super erfolgreiche Saison“, die vor knapp zwei Wochen mit der Deutschen Meisterschaft in Bodenmais endete. Im Bayerischen Wald fuhren Charlotte Küpper, Sebastian Marburger, Elias Homrighausen und Juliana Dienst sechs Siege sowie vier Podestplätze und weitere Top- Platzierungen ein. Die Trainerin: „Eine super Mannschaftsleistung.“ Damit nicht genug: Die SK-Trainerin kam darüber hinaus auf den Unterbau zu sprechen. Annika Marburger vertrat die Vereinsfarben im Schüler-Cup und belohnte sich nach einer starken Saison mit Platz 15 in der Gesamtwertung. Auf regionaler Ebene seien Marcel und Robin Treude, Lea Hollenstein, Martha Hedrich, Melanie Julius und Isabel Neugebauer sehr stark unterwegs gewesen und erste Erfahrungen auf Schnee hätten zudem die jüngsten aktiven Sportler des Vereins gesammelt: Henry und Magdalena Hedrich, Julian Hollenstein, Lorena Treude und Gabriel Neugebauer. Bei den Senioren seien es Swen Pöppel und Johannes Hollenstein gewesen, die bei überregional bedeutsamen Wettbewerben Akzente für den Ski-Klub Wunderthausen gesetzt hätten. Um all diese Ergebnisse liefern zu können, seien im Frühjahr, Sommer und Herbst viele Lehrgänge und Trainingscamps absolviert worden.

Was für Athleten und Trainer-Team so viel heißt wie: Nach der Saison ist vor der Saison. SKVorsitzender Dirk Weber bilanzierte in der aktuell zu Ende gegangenen Saison 50 Schneetage, wobei die neue Pistenwalze ihre erste echte Bewährungsprobe bestanden habe: „Die Investition war in Ordnung.“ Die Skihütte sei nach Weihnachten an insgesamt 14 Wochenenden geöffnet gewesen, acht davon mit Loipenbetrieb. Mit den Bezirksmeisterschaften, die man für den SC Rückershausen übernommen habe, und dem Krombacher Pokallauf seien auch zwei größere Veranstaltungen in Wunderthausen durchgeführt worden. Klare Worte fand der Vorsitzende mit Blick auf die Nutzungsgebühr für Sportstätten, die sich derzeit im Bereich der Stadt Bad Berleburg andeutet. Sollte es zu den zwei Euro Nutzungsgebühr pro Stunde und Verein kommen (die Siegener Zeitung berichtete), muss der Ski-Klub Wunderthausen für die Sporthalle in Wunderthausen rund 600 Euro im Jahr überweisen. Dirk Weber: „Ich war sehr dagegen. Aber die Maßnahme wird kommen.“ Er verstehe nicht so recht, warum die mitgliederstärksten Vereine im Stadtgebiet nicht vehementer dagegen vor gegangen seien.

Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Trainern, Vorstandskollegen und Helfern, „ohne die eine so intensive Vereinsarbeit nicht möglich wäre“. Der Tagesordnungspunkt Wahlen war schnell erledigt: Stefan Küpper (2. Vorsitzender), Peter Feckler (2. Schatzmeister), Jennifer Weber (2. Jugendwartin), Nadin Weber (2. Sportwartin), Hartmut Ardischoll (2. Gerätewart), Adolf Riedesel (2. Wander- und Wegewart) und Paul Wahl (Seniorenbeauftragter) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Daniel Steinmeyer übernimmt die Aufgaben des 2. Schriftführers von Ruth Feckler, Michael Steinmeyer tritt die Nachfolge von Wolfgang Grimm als 2. Sportwart alpin an.



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